Nasenarbeit...

Der Bereich Nasenarbeit setzt sich grundsätzlich aus der Fährte, dem Identifizieren und darüber hinaus auch aus Stöbern nach Personen bzw. Gegenständen oder Trümmer- bzw. Lawinensuche zusammen. (Für das Arbeiten nach Wild siehe unsere Kursbeschreibungen Jagd bzw  Dummy.)

Bei der Fährtenarbeit soll der Hund mit tiefer Nase eine zuvor vom Hundeführer (Eigenfährte) oder einer fremden Person (Fremdfährte) getretene Spur suchen. Dabei sind ausgelegte Stoffgegenstände mit der Witterung des Fährtenlegers aufzufinden und anzuzeigen. (Durch Vorsitzen, -legen oder -stellen des Hundes beim Gegenstand oder Bringen des Gegenstandes). Eigenfährten werden sofort ausgearbeitet, Fremdfährten können je nach Prüfungsstufe bis zu drei Stunden alt sein.

Beim Identifizieren nimmt der Hund an einer Person Witterung. Danach soll er aus mehreren ausgelegten Stoffgegenständen denjenigen mit der gleichen Witterung herausfinden und apportieren.

Bei der Stöberarbeit sucht der Hund nicht (nur) nach der Spur eines Menschen sondern direkt nach allgemeiner Menschenwitterung, dies meist mit hoher Nase. Stöberarbeit kommt bei der Vermisstensuche und in Folge auch bei der Trümmer- und Lawinensuche zum Tragen.

Unser Verein bietet  die Ausbildung zum Fährten und Identifizieren an. Grundbegriffe dieser Nasenarbeit werden auch bei Stöberarbeiten hilfreich sein. Für gezielten Aufbau oder bei vermehrtem Interesse an der Personensuche empfehlen wir jedoch, Kontakt zur österreichischen  Suchhundestaffel aufzunehmen, die Spezialausbildungen anbietet.

 (ÖHU-Suchhundestaffel)

Das Training bei uns findet als Einzelarbeit nach Vereinbarung statt. Zum Anfangen steht uns das Gelände der Kaserne zur Verfügung. Später sollte man in verschiedenem Gelände üben, so dass der Hund mit allen natürlichen Böden in Kontakt kommt. Der Hund sollte angeleitet werden, mit tiefer Nase zu arbeiten und nicht die Wegstrecke mit den Augen zu erfassen. Hierbei sind die Höhe des Bewuchses, die Wind- und Wetterverhältnisse unbedingt zu beachten!

Fährtenarbeit macht fast jedem Hund Spaß! Sie erfordert aber vom Hundeführer sicherlich ein hohes Maß an Geduld und Konsequenz und natürlich Zeit!

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